Startseite / Kapitel 8: Paradigmentheorien im Licht der Theorie der Energie-Fäden (V5.05)
Ziel in drei Schritten
Wir erklären, warum Lambda–Kalte Dunkle Materie (ΛCDM) lange als Referenzrahmen diente, fassen beobachtungs- und physikseitige Schwierigkeiten zusammen und zeigen, wie die Theorie der Energie-Fäden (EFT) das Trio „dunkles Teilchen + Λ + metrische Expansion“ durch eine einheitliche Sprache aus Energie-Meer und Tensor-Landschaft ersetzt – mit überprüfbaren, sondübergreifenden Indizien.
I. Was der dominierende Rahmen besagt
- Kernaussage
- Wir nutzen das starke kosmologische Prinzip und die Allgemeine Relativitätstheorie als Hintergrundgeometrie.
- Kalte Dunkle Materie (CDM) treibt den Strukturaufbau; baryonische Materie „beleuchtet“ die Objekte; die kosmologische Konstante (Λ) erklärt die späte Beschleunigung.
- Rotverschiebung–Distanz und kosmische Evolution folgen dem Skalenfaktor (metrische Expansion).
- Wenige globale Parameter passen gemeinsam CMB-Akustik, Supernovae, BAO, schwache Linsung und die großskalige Struktur an.
- Warum das attraktiv wirkt
- Wenig Parameter, hohe Kohäsion: ein Minimal-Set bindet viele Datensätze zusammen.
- „Ingenieurs-Stabilität“: reife Numerik-Toolchains und Auswertepfade.
- Gute Vermittelbarkeit: klare Erzählung, geringe Kommunikationskosten.
- Wie man es lesen sollte
ΛCDM ist ein phänomenologischer Erfolg erster Ordnung. Gleichwohl sind Λ und CDM-Teilchen mikro-physikalisch nicht direkt bestätigt. Mit wachsender Präzision und Sondenbreite braucht es oft Feedback, Systematiken oder Zusatzfreiheiten, um die Kohärenz zu halten.
II. Beobachtungsprobleme und Streitpunkte
- Spannungen nah–fern und Distanz–Wachstum
- Globale Steigungen verschiedener Distanzleitern weichen systematisch ab.
- Das aus Distanzen abgeleitete Hintergrundbild steht teils in milder Spannung zu Wachstums-Amplitude/-Rate aus schwacher Linsung, Haufen und Redshift-Raumverzerrungen.
- Kleinskalenkrise und „zu früh, zu massereich“
- Satellitenzahlen, Kern-Halo-Profile und ultra-kompakte Zwerge verlangen häufig starke Rückkopplungen und Feintuning.
- Unerwartet reife, massereiche Hoch-z-Galaxien strapazieren einfache Effizienzgeschichten.
- CMB-Großwinkelanomalien und Linsen-„Stärke“
- Niedrige-ℓ-Ausrichtungen, hemisphärische Asymmetrie, Kaltfleck bestehen als Set.
- Die vom CMB bevorzugte Linsenamplitude stimmt nicht immer mit schwacher Linsung/Wachstum überein.
- Entitäts- und Natürlichkeitsfragen
- Λs mikrophysikalischer Ursprung bleibt unnatürlich (Vakuumenergie-Gap, Koinzidenz).
- CDM-Teilchen sind in Labor und Direkt-Suche unentdeckt.
Kurzes Fazit
ΛCDM glänzt im führenden Term. Doch mit Richtungs/Umwelt-Abhängigkeiten, Wachstums-Kalibrierungen und Kleinskalen-Dynamik steigt der Bedarf an Patchwork, um sondübergreifende Konsistenz zu sichern.
III. EFT-Neulesung und spürbare Änderungen
Ein-Satz-Zusammenfassung
Wir verwenden eine Basis-Karte aus Energie-Meer und Tensor-Landschaft statt „Λ + CDM-Teilchen + metrische Expansion“:
- Rotverschiebung stammt nur aus zwei Tensor-Effekten: Tensor-Potential-Rotverschiebung (TPR) durch Basisdifferenzen von Quelle und Beobachter sowie evolutionspfad-bedingte Rotverschiebung (PER) – ein achromatischer Netto-Shift beim Durchqueren einer sich entwickelnden Tensor-Landschaft.
- Zusätzliche Anziehung liefert die Statistische Tensor-Gravitation (STG), nicht ein dunkles Teilchengerüst.
- Die späte „Beschleunigungs-Erscheinung“ ist der doppelte Abdruck eines langsam evolvierenden Tensor-Hintergrunds in Distanz- und Bewegungs-Konten (vgl. §8.5).
- Frühe Koordination und „Seed“ folgen aus hoher Spannung mit langsamem Abfall und selektivem Einfrieren durch tensorlokales Rauschen (TBN) (vgl. §§8.3, 8.6).
Anschauliches Bild
Das Universum als Meer, das langsam relaxiert:
- Relaxation glättet und transponiert sanft das Spektrum (die zwei Tensor-Rotverschiebungen).
- Die Oberflächentextur – die Tensor-Landschaft – ordnet Materiezufluss und -abfluss und lenkt Wachstum (STG).
- Dieselbe „Seekarte“ wird von verschiedenen Sonden unterschiedlich gelesen.
Drei Kernelemente
- Weniger Entitäten, eine Basiskarte
- Keine „Λ-Substanz“ und keine „CDM-Teilchen“.
- Eine Tensor-Potential-Karte erklärt Distanzen, Linsung, Rotationskurven und Wachstums-Details.
- Distanz und Wachstum entkoppeln
- Distanz-Erscheinung: zeitliche Summe von TPR + PER dominiert.
- Wachstums-Erscheinung: sanfte Umschreibung durch STG.
→ Kleine, vorhersagbare Kalibrierungsdifferenzen sind erlaubt und entschärfen Spannungen.
- Residual-Imaging statt Flicken
- Kleine, richtungs/umwelt-gebundene Biases landen nicht im „Fehlerkübel“, sondern werden als Pixel der Tensor-Landschaft auf derselben Karte genutzt.
- Benötigt jedes Dataset seine eigene „Patch-Karte“, scheitert die EFT-Vereinheitlichung.
Prüfbare Indizien (Beispiele)
- Achromatische Bedingung: Offsets wandern gemeinsam in Optik, NIR und Radio; starke Farbdrift spricht gegen PER.
- Orientierungs-Alignment: SN-Hubble-Residuals, BAO-Mikro-Shifts, großskalige Linsen-Konvergenz und CMB-Niedrig-ℓ zeigen gleichgerichtete Mikro-Bias entlang derselben Vorzugsrichtung.
- Eine Karte, viele Anwendungen: dieselbe Basis reduziert gleichzeitig (i) CMB- und Schwachlinsen-Residuals; (ii) äußeren Scheiben-Zug in Rotationskurven und Schwachlinsen-Amplitude; (iii) Kovariation von Zeitverzug und Rotverschiebungs-Residuals in Mehrfachbildern starker Linsen.
- Umwelt-Mitlauf: Sichtlinien durch strukturreichere Areale zeigen etwas größere Distanz/Linsen-Residuals; Hemisphären-Kontraste im Sub-Prozent-Bereich richten sich an der Kartenorientierung aus.
- Frühe „Schnellspur“: Häufigkeit dichter Hoch-z-Galaxien folgt Amplitude und Timing des langsamen Spannungsabfalls.
Was sich für die Leserschaft ändert
- Perspektive: vom Trio „dunkles Teilchen + Λ + Raumdehnung“ zu „einer Tensor-Potential-Karte + zwei Tensor-Rotverschiebungen + STG“.
- Methode: Residuen nicht glätten, sondern daraus die Tensor-Landschaft abbilden und „eine Karte, viele Anwendungen“ testen.
- Erwartung: auf kohärente, richtungs/umwelt-gebundene Mikromuster und achromatische Signaturen achten – statt alles über globale Parameter zu erzwingen.
Kurze Klarstellungen
- Bestreitet EFT ΛCDM-Erfolge? Nein. Erscheinungen bleiben erhalten, die Ursachen werden mit schlankerer Ontologie neu gefasst.
- Nur modifizierte Gravitation oder MOND? Nein. Zusatzanziehung entsteht aus STG; zentrale Prüfung ist die eine Karte über Sonden hinweg.
- Ohne metrische Expansion keine Hubble-Relation? Bei kleinem z addieren sich TPR + PER nahezu linear und reproduzieren die bekannte Näherung.
- Ohne CDM-Teilchen kein Strukturwachstum? Das Gerüst liefern Tensor-Landschaft und STG – sie organisieren Wachstum und erklären Skalierungen von Rotation und Linsung.
Abschnittszusammenfassung
ΛCDM passt mit wenigen Parametern viele Datensätze und ist der erfolgreichste Rahmen nullter Ordnung. Werden aber Richtungs/Umwelt-Residuals, Wachstums-Kalibrierungen und Kleinskalen-Dynamik gemeinsam betrachtet, häufen sich Patches. EFT erzählt mit schlanker Ontologie und einer Basiskarte neu:
- Distanz-Erscheinung aus Tensor-Potential-Rotverschiebung (TPR) + Evolutionspfad-Rotverschiebung (PER),
- Zusatzanziehung durch Statistische Tensor-Gravitation (STG),
- CMB, Linsung, Rotationskurven und Strukturwachstum unter dem Prinzip „eine Karte, viele Anwendungen“ ausgerichtet.
So wandelt sich die „ΛCDM-Standardkosmologie“ von der „alleinigen Erklärung“ zu einer Erscheinung, die sich in einem einheitlichen Rahmen neu fassen lässt – ihre Notwendigkeit relativiert sich entsprechend.
Urheberrecht & Lizenz: Sofern nicht anders angegeben, liegen die Urheberrechte an „Energie-Filament-Theorie“ (einschließlich Text, Diagrammen, Abbildungen, Symbolen und Formeln) beim Autor (屠广林).
Lizenz (CC BY 4.0): Bei Nennung von Autor und Quelle sind Kopieren, Weiterverbreiten, Auszüge, Bearbeitung und erneute Verteilung erlaubt.
Namensnennung (empfohlen): Autor: 屠广林|Werk: „Energie-Filament-Theorie“|Quelle: energyfilament.org|Lizenz: CC BY 4.0
Aufruf zur Verifikation: Unabhängig und selbst finanziert – ohne Arbeitgeber und ohne Förderung. Nächster Schritt: weltweit (ohne Ländergrenzen) Umgebungen priorisieren, in denen öffentliche Diskussion, öffentliche Replikation und öffentliche Kritik möglich sind. Medien und Fachkollegen sind eingeladen, in diesem Zeitfenster Verifikationen zu organisieren und Kontakt aufzunehmen.
Versionsinfo: Erstveröffentlichung: 2025-11-11 | Aktuelle Version: v6.0+5.05