I. Zuerst Grundaufnahme, Rechnungsbuch und einzigen Pass trennen

Herabzustufen sind nicht CMB (kosmische Mikrowellenhintergrundstrahlung) und BBN (Urknall-Nukleosynthese) als Messbestände selbst, und auch nicht die ingenieurische Fähigkeit des Mainstreams, mit ihnen das Rechnungsbuch des frühen Universums zu stützen. Zurückzunehmen ist vielmehr das Erklärungsvorrecht, das sie erhielten, nachdem sie automatisch zum »einzigen Pass für die gesamte kosmische Geschichte« erhoben worden waren. EFT erkennt an, dass beide Materialgruppen außerordentlich wichtig sind, und ebenso, dass sie weiterhin zu den härtesten Fenstern der Forschung zum frühen Kosmos gehören. EFT akzeptiert nur nicht, dass ihnen allein aufgrund dieser Bedeutung automatisch das letzte Wort über Ursprung, Ontologie und Gesamtgeschichte zufällt.

Es geht hier nicht darum, den CMB zu einer »verdächtigen Grundaufnahme« zu erklären oder die Häufigkeiten leichter Elemente leichtfertig als bereits erledigtes Kleinkonto abzutun. Entscheidend ist, die Ebenen wieder richtig zu stellen: Der CMB ähnelt eher einer kosmischen Grundaufnahme früher Betriebsbedingungen, BBN eher einem fenstersensiblen Rechnungsbuch der leichten Elemente. Beide können weiterhin starke Zeugnisse eines geschichtlichen Abschnitts sein, dürfen aber nicht mehr als einziger Pass verpackt werden, der die gesamte kosmische Geschichte verriegelt.


II. Warum zuerst der Hintergrund-Leitanspruch herabgestuft und dann der frühe Pass geprüft werden muss

Doch wenn CMB und BBN nicht weiter mitgeprüft werden, kann der alte Rahmen sich über einen noch älteren und härteren Eingang wieder deckeln: über CMB und BBN. Solange diese beiden Materialgruppen standardmäßig als »einziger Ausweis des frühen Universums« gelesen werden, kann die gesamte alte Erzählung von der frühen Thermogeschichte bis zur späten Parametertabelle entlang ihrer alten Schiene wieder die Führung übernehmen.

Zu entfernen ist hier also der automatische Schluss: Weil frühe Grundaufnahme und Leichtelemente-Rechnungsbuch so ordentlich zusammenpassen, müsse damit zwangsläufig ein einziger kosmischer Ursprung festgeschrieben sein. Erst wenn auch der frühe Eingang neu aufgeteilt wird, vollzieht Band 9 die Neuordnung der Erklärungshoheit wirklich von der frühen bis zur späten Seite des Universums.


III. Warum der Mainstream CMB und BBN als die härtesten Pässe der Kosmologie betrachtet

Fairerweise muss man sagen: Der Mainstream behandelt CMB und BBN nicht deshalb als härteste Pässe der Kosmologie, weil er zwei Abkürzungen liebt, sondern weil diese beiden Materialien frühe Geschichte tatsächlich außerordentlich gut bündeln. Der CMB liefert eine frühe Grundaufnahme, die sich fast über den gesamten Himmel legt: Sie besitzt einen hochgradig einheitlichen Grundton und zugleich fein auslesbare Strukturen, Polarisation und Skalenmuster. BBN liefert eine Seite des Leichtelemente-Rechnungsbuchs: Deuterium, Helium, Lithium und andere frühe Häufigkeiten werden zu einer chemischen Grammatik geordnet, die mit früher Thermogeschichte, Dichteparametern und späterer Strukturbildung gegengeprüft werden kann.

Noch wichtiger ist: Beide Materialgruppen verstärken einander. Eine Grundaufnahme liefert die großskalige frühe Erscheinung, ein chemisches Rechnungsbuch liefert fenstersensible Abrechnungsspuren. Sobald beide in dasselbe Skript einer heißen Frühzeit geschrieben werden können, wirkt die ganze Mainstream-Kosmologie außergewöhnlich stabil. Gerade weil sie sowohl Beobachtung als auch Erzählung komprimieren, konnten CMB und BBN nach und nach von »extrem harten Zeugnissen« zu einem »nahezu unanfechtbaren Ursprungspass« anwachsen.


IV. Worin diese Erzählung wirklich stark ist: Sie verdichtet den frühen Kosmos zu einer Grundaufnahme und einer chemischen Gesamtrechnung

Die eigentliche Stärke von CMB und BBN liegt nicht darin, dass beide jeweils den Satz »Das Universum war einst heiß« stützen können. Sie liegt darin, dass sie zusammen den frühen Kosmos in zwei äußerst stark komprimierte Informationsträger pressen: eine kosmische Grundaufnahme und eine Leichtelemente-Gesamtrechnung. Die Grundaufnahme zeigt Gesamtbild, Skalenhierarchie und spätere Keime jener Epoche; die Gesamtrechnung zeigt Fensterabrechnung, Elementverhältnisse und bestimmte Einfrierbedingungen. Zusammen lässt der Mainstream nicht mehr eine zerstreute Frühgeschichte erzählen, sondern wirkt, als zeige er eine vollständige Geschichte mit Foto und Rechnungsbuch.

Diese Organisationsleistung muss Band 9 vollständig anerkennen. Denn wissenschaftshistorisch sind starke Paradigmen meist nicht deshalb stark, weil sie einen Einzelpunkt treffen, sondern weil sie verschiedene Fenster auf eine gemeinsame Erzählachse zurückführen können. Die Stellung von CMB und BBN hielt sich so lange nicht wegen Lehrbuchautorität, sondern weil sie den frühen Kosmos tatsächlich erstmals wie eine gemeinsame Geschichte erscheinen ließen, die verfolgt, gegengeprüft und fein nachjustiert werden kann. Was Band 9 heute erneut prüft, ist nicht, ob diese Leistung existiert, sondern ob sie sich automatisch zu einem ontologischen Vorrecht über die einzig gültige kosmische Gesamtgeschichte verlängern darf.


V. Den »Standardursprung« zuerst in drei Ebenen zerlegen, statt Daten, Fenster und Gesamtgeschichte zu vermischen

Um den Satz »CMB / BBN beweisen den Standardursprung« sauber zu formulieren, muss man ihn zuerst zerlegen.

EFT beeilt sich in diesem Abschnitt nicht, die erste Ebene zu verneinen; auch die zweite Ebene wird nicht grob weggewischt. Verhindert werden soll vor allem der automatische Aufstieg von Ebene zwei zu Ebene drei. Die Daten müssen selbstverständlich bleiben, die frühe Betriebsphase kann selbstverständlich bleiben, und auch mehrere Standard-Skripte einer heißen Frühzeit können als wirksame Drehbücher erhalten bleiben. Aufgehoben wird nur der Impuls, »wir lesen einen Abschnitt der Geschichte« in »wir haben die ganze Geschichte verriegelt« umzudeuten.


VI. Die erste Belastung aus Band 6: Der CMB ist zuerst eine Grundaufnahme, nicht der einzige Ausweis

Band 6, Abschnitt 6.3, hat den ersten Nagel bereits sehr klar gesetzt: Der CMB sollte zuerst als Grundaufnahme früher kosmischer Betriebsbedingungen gelesen werden, nicht automatisch als Ausweis eines bestimmten Einzelskripts des Ursprungs. Seine großskalige Ordnung ist natürlich wichtig; doch Ordnung kann zunächst aus einem früher engeren, heißeren, stärker siedenden und stärker durchmischten Materialzustand des Kosmos stammen, ohne a priori einer einzigen Erzählung zugeschrieben werden zu müssen, die zuvor alles glattgestrichen hätte. Sobald dieser Punkt steht, verschiebt sich die Semantik des CMB bereits von »einzigem Durchgangspass« zurück zu »äußerst wichtiger historischer Grundaufnahme«.

Das Gewicht dieses Schrittes ist groß, weil der Mainstream besonders geübt darin ist, Leser vom bloßen »Vorhandensein der Grundaufnahme« automatisch zu »der Ursprung ist bereits festgeschrieben« gleiten zu lassen. EFT verlangt dagegen, die Reihenfolge zu korrigieren: Zuerst fragen, welche frühen Betriebsbedingungen diese Grundaufnahme aufzeichnet, und erst danach vergleichen, welche historischen Skripte sie wie gut komprimieren. Nicht zuerst ein Skript voraussetzen und den CMB anschließend rückwirkend als Bürgschaft für dieses Skript einsetzen. Die Grundaufnahme bleibt wichtig; sie ist aber kein prüfungsfreier Pass mehr, sondern ein Zeugnis, das neu übersetzt werden muss.

Band 8, Abschnitt 8.8, verschärft diese Anforderung weiter. Wenn der CMB tatsächlich eine Grundaufnahme ist, die noch historische Textur trägt, darf von ihm nicht nur der Satz »im Großen sehr ordentlich« übrig bleiben. Dann müssen auch Cold Spot, Richtungsreste, Umgebungs-Tomografie und spätere Kanal-Sichtbarkeit in dieselbe Gesamtrechnung eintreten dürfen. Anders gesagt: Je wichtiger der CMB in EFT ist, desto weniger darf er als »es gibt keine weitere Geschichte mehr zu erzählen« gelesen werden. Gerade weil er wichtig ist, muss er mehr historische Information behalten dürfen.


VII. Die zweite Belastung aus Band 6: Richtungsreste zeigen, dass diese Grundaufnahme kein absolut weißes, strukturloses Blatt ist

Band 6, Abschnitt 6.4, liefert eine zweite Belastung: Cold Spot, hemisphärische Asymmetrie und Ausrichtungen niedriger Multipole müssen nicht leichtfertig als endgültig geklärt erklärt werden. Sie erinnern uns aber immer wieder daran, dass der CMB nicht wie ein völlig richtungsloses weißes Blatt aussieht. Solange solche Resttexturen unter verschiedenen Reinigungsprotokollen, in verschiedenen Jahrgängen und Analyse-Pipelines nicht vollständig verschwinden wollen, lässt sich der CMB kaum weiter als dauerhafter Ausweis lesen, mit dem das starke kosmologische Prinzip bedingungslos gewonnen hätte.

Was bedeutet das? Es bedeutet, dass das Gewicht des CMB nicht kleiner, sondern größer wird. Eine Grundaufnahme, die nur einen vorgegebenen Plot abstempeln soll, ist einfach. Eine Grundaufnahme, die zugleich einen einheitlichen Grundton sowie feine Strukturen und Richtungskosten bewahrt, liegt näher an echtem historischem Material. EFT will den CMB hier nicht zum »Problem selbst« machen, sondern ihn vom »Ausweisfoto, das nur für das Standardskript spricht« zurückverwandeln in eine kosmische Grundaufnahme, die noch historische Druckspuren trägt.


VIII. Die dritte Belastung aus Band 6: BBN ist eher ein Fenster-Rechnungsbuch als ein einmaliger Gesamtpass

Die Umschreibung von BBN in Band 6, Abschnitt 6.6, ist ebenso entscheidend. Der hartnäckige Lithium-7-Rest und die langfristige Asymmetrie der Antimaterie erinnern bereits daran, dass frühe Chemie keine Gesamttabelle ist, die sich auf einem perfekt ausgeglichenen Hintergrund automatisch schreibt. Sie ähnelt eher einem Rechnungsbuch, das hoch empfindlich auf Einfrierfenster, Taktdifferenzen, lokales Rauschen, Kanalreihenfolgen und Überlebensschwellen reagiert. Wenn diese Fenster selbst zu einem nichtidealen historischen Abschnitt im Inneren des frühen Kosmos gehören, dann bedeutet BBN nicht mehr »einziger Fingerabdruck«, sondern eher »Fensterrechnung einer sehr frühen Geschichte«.

Diese Umschreibung schwächt BBN nicht, sondern macht es ehrlicher. Ein wirklich vertrauenswürdiges Rechnungsbuch ist nicht eines, das als »nie irrender Gesamtpass« ausgegeben wird, sondern eines, das klar zeigt, für welche Fenster es besonders empfindlich ist, welche Verzweigungen es streng auswählt und welche kleinen zeitlichen Versätze es stark vergrößert. Genau so geht EFT mit BBN um: Die Härte bleibt erhalten, nur das automatische Monopol über die ganze Geschichte entfällt.


IX. Warum »eine Grundaufnahme + eine Leichtelemente-Tabelle« nicht bedeutet, dass die Gesamtgeschichte abgeschlossen ist

Hier muss die Grenze immer wieder gehalten werden: Eine Grundaufnahme und eine Rechnungstabelle können sehr stark sein und dennoch nur einen Abschnitt der Geschichte aufzeichnen, nicht automatisch die gesamte Geschichte schreiben. Wenn man ein Gesamtfoto einer alten Fabrik und den Warenausgangszettel eines bestimmten Tages besitzt, weiß man natürlich ungefähr, was damals geschah. Aber man kann daraus nicht folgern, dass man bereits alle ontologischen Mechanismen, alle historischen Verzweigungen und alle Randbedingungen dieser Fabrik von der Inbetriebnahme bis zur Stilllegung kennt. Die Stellung von CMB und BBN in der Kosmologie ähnelt eher solchen äußerst kostbaren Archiven als einem endgültigen Urteil, das alle Kapitel abdeckt.

Die langfristig verführerische Illusion des Mainstreams besteht genau darin, »extrem starke Archive« in einen »Pass für die Gesamtgeschichte« zu verwandeln. Sobald wir jedoch anerkennen, dass der frühe Kosmos stärkere Durchmischung, Richtungserinnerung, Fensterdrift und Überlebensauslese getragen haben könnte, weisen CMB und BBN gemeinsam zunächst nur auf eines hin: Das Universum durchlief eine extreme Betriebsphase und hinterließ in dieser Phase Grundaufnahme und Rechnungsbuch. Sie schränken viele Geschichten selbstverständlich stark ein, heben aber nicht von Natur aus alle konkurrierenden Erzählungen auf.

EFT wendet sich deshalb nie gegen »harte Messwerte«, sondern gegen »Messwerte, die automatisch die Erklärung monopolisieren«. Je stärker ein Zeugnis eines historischen Abschnitts ist, desto genauer sollte man fragen, welche Ebene es tatsächlich aufzeichnet, bis zu welcher Ebene es reicht und an welcher Ebene es wegen Fenstersensibilität nicht mehr sprechen kann. Man sollte ihm nicht bloß deshalb, weil es stark ist, erlauben, nebenbei eine unanfechtbare ontologische Lizenz für die ganze kosmische Geschichte auszustellen.


X. EFTs Ersatzsemantik: Der CMB ist Grundaufnahme früher Betriebsbedingungen, BBN ist ein Fenster-Abrechnungsbuch

Die Ersatzsemantik von EFT für CMB und BBN ist daher nicht kompliziert, aber sehr wichtig: Der CMB ist zuerst eine Grundaufnahme früher kosmischer Betriebsbedingungen. Er zeichnet den einheitlichen Grundton, feine Strukturkeime und möglicherweise nicht vollständig ausgewaschene Richtungseinprägungen aus einer Ära starker Kopplung auf. BBN ist zuerst ein Fenster-Abrechnungsbuch. Es zeichnet auf, wie leichte Elemente in einer extremen Betriebsphase über Einfrieren, zeitliche Versätze, Kanalöffnungen und -schließungen sowie Überlebensauslese in den späten Kosmos eingeschrieben wurden. Beide gehören zu realer Geschichte, aber zunächst zu »diesem einen Abschnitt der Geschichte«, nicht automatisch zur »gesamten Geschichte«.

Diese Ersetzung hat einen entscheidenden Vorteil: Sie trennt »der frühe Kosmos hatte tatsächlich heftige Betriebsbedingungen« von »das Mainstream-Skript eines einzigen Ursprungs hat den Prozess bereits allein gewonnen«. Eine heiße Frühzeit kann erhalten bleiben, die Grundaufnahme kann erhalten bleiben, das Leichtelemente-Rechnungsbuch kann erhalten bleiben, sogar viele traditionelle Parametrisierungen können weiter genutzt werden. Gestrichen wird nur der Schritt, der all diese Materialien zu einem einzigen Ausweis zusammenzurrt. Der Streitpunkt von Band 9 ist nicht, CMB und BBN von der Bühne zu nehmen, sondern sie wieder an der Stelle sprechen zu lassen, die ihnen genauer entspricht.


XI. Das bestreitet nicht den technischen Wert von CMB/BBN

Hier ist Zurückhaltung nötig. CMB und BBN vom »einzigen Pass« auf »Grundaufnahme und Rechnungsbuch« zurückzustufen bedeutet nicht, dass die Parameteranpassungen, Detektordesigns, Vordergrundbereinigungen, Kernreaktionsnetzwerke und Datenvergleichsprozesse, die der Mainstream über Jahrzehnte um sie herum aufgebaut hat, dadurch wertlos würden. Im Gegenteil: Diese Prozesse bleiben gerade deshalb wichtig, weil CMB und BBN weiterhin zu den stärksten, stabilsten und am besten reproduzierbaren Fenstern der Forschung zum frühen Kosmos gehören.

Die Position muss nur sauber gestellt werden: CMB und BBN dürfen weiterhin als Baseline, als Schnittstellen und als hochkomprimierte historische Archive dienen. Sie sollten aber nicht länger das erste Wort darüber allein besitzen, warum der kosmische Ursprung so beschaffen war. Die Leistung bleibt gutgeschrieben, die Zwangskraft bleibt erhalten; aufgehoben wird nur das Privileg, die Erklärung der gesamten kosmischen Geschichte automatisch zu besetzen.


XII. Wenn die Sprache des »Standardursprungs« erhalten bleibt, bis wohin darf sie reichen?

In EFTs Schichtung ist der stabilste Platz für die Sprache des »Standardursprungs« der eines außerordentlich effizienten Skripts für einen frühen historischen Abschnitt. Sie kann Forschern weiterhin helfen, die heiße Frühzeit, bestimmte Parameterbeziehungen sowie den Abgleich zwischen Grundaufnahme und Leichtelemente-Rechnungsbuch zu organisieren. Sie kann auch weiterhin als die bequemste Schnittstelle zur Mainstream-kosmologischen Literatur dienen. Das beschädigt keinen ausgereiften Datenprozess, sondern bewahrt vielmehr die gewaltige technische Aufbauleistung des Mainstreams in der Modellierung des frühen Kosmos.

Aber weiter als dorthin darf sie nicht gehen. Sie kann nicht mehr direkt von »einem frühen Skript, das Daten sehr gut organisiert« zu »der einzig wirklichen Geschichte des ganzen Universums« springen. Ebenso wenig darf sie direkt von »Grundaufnahme und Rechnungstabelle passen sehr gut zusammen« zu »alle konkurrierenden Grundkarten sind ausgeschieden« springen. Wenn der Standardursprung weiterbesteht, behält er seinen Arbeitswert; gestrichen wird seine Macht, automatisch als einziger kosmischer Pass aufzutreten.

Kürzer gesagt: Wenn CMB und BBN weiterhin stark sind, dann sind sie stark in ihrer Bindekraft gegenüber einem heißen frühen Abschnitt, nicht in einer Letztentscheidung über die gesamte kosmische Geschichte. Sie können festhalten, wie ein Abschnitt sichtbar wurde; sie können aber nicht die ganze Geschichte auf einmal stempeln.


XIII. Diese Rechnung nach den sechs Maßstäben aus 9.1 neu buchen

Rechnet man nach den sechs Maßstäben aus 9.1 neu, erzielt die Standardsprache von Ursprung, CMB und BBN bei Abdeckung, Kompressionseffizienz, technischer Reife und Reproduzierbarkeit weiterhin sehr hohe Werte. Sie kann frühe kosmische Grundaufnahme, Leichtelemente-Rechnungsbuch und zahlreiche spätere Parametervergleiche in eine extrem starke gemeinsame Sprache pressen. Diese Leistung darf keine faire Prüfung ausradieren. Für die beiden Fähigkeiten »rechnen können« und »Daten organisieren« bleibt sie bis heute einer der erfolgreichsten Werkzeugkästen der Kosmologie.

Fragt man jedoch weiter nach Erklärungskosten, ehrlichen Grenzen, expliziten Schutzgeländern und danach, ob ein historischer Abschnitt unbemerkt zur Deckelung der Gesamtgeschichte umgedeutet wird, steht sie nicht mehr von selbst vorne. Denn sie ist zu leicht versucht, »eine heiße Frühzeit hat tatsächlich stattgefunden« zu »der einzige Ursprung ist festgeschrieben« auszudehnen, und »Grundaufnahme und Rechnungsbuch sind hoch kompatibel« zu »alle ontologischen Streitfragen sind entschieden« zu verlängern. Genau diesen Extrapolationsschritt stuft Band 9 heute herab - nicht den wirklichen Datenwert.


XIV. Das Kernurteil dieses Abschnitts

CMB und BBN bleiben wichtig. Sie ähneln aber eher Grundaufnahme und Rechnungsbuch eines historischen Abschnitts als einem einzigen Pass, der alle kosmologischen Erklärungen verriegelt. Dieses Urteil muss ausdrücklich stehen, weil beide Seiten daran gebunden sind: Der Mainstream darf zwei extrem harte Zeugnisse nicht weiter benutzen, um die gesamte Ursprungserzählung zu monopolisieren; EFT darf diese beiden Zeugnisse aber auch nicht leichtfertig als »nicht mehr wichtig« behandeln. Der solidere Weg ist nur: ihre Härte bewahren, ihre diktatorische Erklärungshoheit streichen.


XV. Zusammenfassung

Dieser Abschnitt verankert die Herabstufung des »prüfungsfreien Passes« für den frühen Kosmos weiter: Der CMB sinkt vom »einzigen Ausweis« zurück zur »Grundaufnahme früher Betriebsbedingungen«, BBN sinkt vom »einzigen Fingerabdruck« zurück zum »fenstersensiblen Rechnungsbuch«. Beide bleiben außerordentlich wichtig und können historische Skripte weiterhin stark einschränken; nur entspricht diese Einschränkung nicht mehr automatisch einer ontologischen Letztentscheidung. Bis hierhin ist Band 9 vom Parameter-Leitanspruch des späten Kosmos bis zum Standardpass des frühen Kosmos zurückgegangen und hat die beiden Türen neu geöffnet, über die die alte Erzählung am leichtesten automatisch den Deckel schließt.

Auf der Ebene des Gesamtframeworks muss man sich deshalb drei Dinge merken: Was Grundaufnahme ist, sollte zuerst daraufhin befragt werden, welchen Betriebsabschnitt es aufzeichnet, statt die ganze kosmische Geschichte zu stempeln. Was Rechnungsbuch ist, sollte zuerst daraufhin befragt werden, für welche Fenster es empfindlich ist, statt als fehlerfreie Gesamttabelle zu gelten. Was Standardsprache des Ursprungs ist, sollte zuerst in seiner technischen Stärke anerkannt und dann daraufhin geprüft werden, ob es einen Abschnitt der Geschichte unbemerkt in die Gesamtgeschichte verwandelt. Hält man diese drei Linien, zieht einen der Satz »es sieht insgesamt sehr ordentlich aus« nicht so leicht zurück in die alte Stellung.

Wenn der »einzige Pass« auf das Zeugnis »eines Geschichtsabschnitts« zurückgeschrumpft wird, ist die Grenze dieses Abschnitts gesetzt. Das frühe Material bleibt sehr hart, stempelt aber nicht mehr automatisch die gesamte kosmische Geschichte ab. Der Wert von Grundaufnahme und Rechnungsbuch bleibt erhalten; die ontologische Letztentscheidung kann sich jedoch nicht mehr zusammen mit der Härte dieses Materials oben festsetzen.


XVI. Urteilssatz und Abrechnungspunkte

Werkzeugautorität, die der Mainstream weiter behalten kann: CMB und BBN können weiterhin als einige der härtesten Archive des frühen Kosmos, als Parameterschnittstellen, als Baselines für Detektordesigns und als Gesamtbuch der Reaktionsnetzwerke dienen.

Erklärungshoheit, die EFT übernimmt: Der CMB ist zuerst die Grundaufnahme früher Betriebsbedingungen, BBN zuerst ein Fenster-Abrechnungsbuch; beide verriegeln einen Abschnitt der Geschichte, nicht automatisch die gesamte kosmische Geschichte.

Der härteste Abrechnungspunkt dieses Abschnitts: Im gemeinsamen Urteil von Band 8, Abschnitt 8.8, muss sich zeigen, ob CMB, Cold Spot, 21 cm, Richtungsreste und Umgebungs-Tomografie in dieselbe Grundkarte eintreten können. Zugleich muss der Lithium-7-Rest von BBN zusammen mit seiner Fenstersensibilität eher die Semantik des »Rechnungsbuchs« stützen als nur die des »einzigen Passes«.

Auf welche Ebene dieser Abschnitt zurückfallen muss, wenn er scheitert: Wenn frühe Grundaufnahme, Leichtelemente-Rechnungsbuch und spätere großskalige Struktur am Ende nur in der Sprache eines einzigen Ursprungs stabil schließen und alle Richtungseinprägungen sowie Fensterreste verschwinden, muss EFT anerkennen, dass der Standardursprung vorläufig weiterhin die höhere Erklärungsposition behält.

Bandübergreifender Anker: Dieser Abschnitt muss am Ende auf das Grundaufnahme-Gesamturteil in Band 8, Abschnitt 8.8, und auf die strukturelle Eingriffslinie aus 8.13 zurückführen. So wird verhindert, dass er missverstanden wird, als schwäche er die Härte von CMB / BBN gleich mit ab.