Startseite / Kapitel 1: Energie-Filament-Theorie (V5.05)
Vorab-Positionierung:
Diese Sektion stellt die Erzählung „Urknall – kosmische Expansion – ΛCDM“ nicht in Frage. Wir präzisieren die Beweislage. Der Exklusivanspruch, Galaxien-Rotverschiebungen als Hauptbeleg einer „expandierenden“ Welt zu deuten, ist schwächer geworden. In der Theorie der Energie-Fäden (EFT) kann Rotverschiebung ohne globale Expansion entstehen und dennoch zentrale Beobachtungen erfüllen:
- Rotverschiebung durch Spannungspotenzial (TPR): Die globale „Energie-Meer“-Spannung setzt Eigen-Tempi; Quellentempo vs. Beobachtertempo wird als Rot/Blau gelesen.
- Rotverschiebung durch Pfadentwicklung (PER): Beim Durchqueren langsam evolvierender Strukturen sammelt Licht achromatische Frequenz- und Ankunftszeit-Offsets.
Wir folgen der Reihenfolge: Quelle (TPR) → unterwegs (PER) → Beobachtungssignaturen → relativistische Konsistenz → Bezug zur Expansion (inkl. Trennschärfe).
I. Warum „Spannung“ das „Tempo“ des Lichts verändern kann
Man denke das Universum als Energie-Ozean. Seine globale Spannung — durch die Dichte des Meeres kalibriert — wirkt wie eine mehr oder weniger straffe Oberfläche:
- Höhere Spannung verlangsamt das Tempo (der gleiche Prozess „zieht“ länger).
- Niedrigere Spannung beschleunigt es.
Licht startet mit dem Quellentempo. Lesen wir es mit unserem lokalen Tempo, erscheint natürlich ein roter oder blauer Versatz.
II. Quellenprägung: Der Emissionsort setzt das Etikett (TPR)
TPR betrifft das Endpunkt-Tempoverhältnis:
- Straffer Ozean (höhere Spannung) → langsamere Quelle → rötere Messung.
- Lockerer Ozean (niedrigere Spannung) → schnellere Quelle → blauere Messung.
Intuitive Anker sind der Höhen-Effekt bei Atomuhren, kollektive Linienshifts in tiefen Potenzialen und „langsamer“ wirkende Lichtkurven in extremen Feldern — Alltag- bzw. Astro-Varianten der Quellenprägung.
Kernpunkte:
- Endpunkte setzen die Basislinie: Die Spannungsdifferenz zwischen Quelle und Beobachtung dominiert die Rotverschiebung.
- Geltungsbereich: Eine globale, langsame, nahezu isotrope Drift rechnen wir in die Endpunkt-Differenz ein, um Doppelzählung zu vermeiden.
III. Nachjustieren unterwegs: Ein Pfad, der sich entwickelt (PER)
PER beschreibt Änderungen entlang des Weges — bloße Struktur reicht nicht; sie muss sich während des Durchgangs entwickeln:
- Durch eine rückfedernde Niederspannungs-Zone → Netto-Rotverschiebung durch Ein-/Austritts-Asymmetrie.
- Entlang eines Hochspannungs-„Schachtes“, der flacher wird → mögliche Netto-Blauverschiebung.
Typische Szenen:
- Großskalige Kalt/Heiß-Flecken: Ersetzt man „geometrisches Strecken“ durch evolvierende Spannung, bleiben achromatische Temperatur-Offsets und Ankunftszeit-Shifts.
- Evolvierende starke Linsen: Zusätzlich zu geometrischen Laufzeitdifferenzen liefert die Linsen-Evolution achromatische Mikro-Frequenz- und Timing-Feinabstimmungen.
Kernpunkte:
- PER erfordert Evolution: Statische Strukturen akkumulieren kein Netto-Rot/Blau.
- Überlappung schlägt Dauer: Der Effekt wächst, wenn Transitzeit und Änderungszeit der Struktur überlappen; ohne Evolution keine Akkumulation.
- Langsame Variable: PER muss deutlich langsamer variieren als die Quell-Variabilität, damit die Lichtkurve als nahezu einheitlicher Stretch erscheint statt verzerrt zu werden.
IV. Was die Gesamt-Verschiebung aussagt: Warum drei „harte Belege“ nicht exklusiv für Expansion stehen
Diese Beobachtungen reagieren nur auf die Gesamtrotverschiebung, unabhängig von ihrem Ursprung:
- Zeitdehnung bei Supernovae: Die gesamte Lichtkurve dehnt sich um einen Faktor — integrierte Verschiebung entlang des Pfades. TPR dominiert meist; PER addiert eine langsame, achromatische Komponente beim Durchqueren evolvierender Großstrukturen. Sind die Variationen langsam genug, bleibt die Form der Kurve erhalten.
- Tolman-Abdunkelung der Flächenhelligkeit: Ohne Absorption/Streuung und ohne Farb-Bias folgt die Helligkeit einem festen Gesetz, das von der Menge der Verschiebung abhängt, nicht von ihrer Quelle. Linsen ändern wie hell, nicht das Gesetz.
- Achromatische Spektren: Bei kollisionsfreier, farbunvoreingenommener Ausbreitung in einer spannungsbestimmten optischen Geometrie verschieben/skalierten sich Wellenlängen gemeinsam, ohne Spektralformen zu verziehen. Abweichungen stammen meist aus gefärbten Medien (Staub/Plasma), nicht aus TPR/PER.
Fazit: Diese drei Indizien ausschließlich der Expansion zuzuschreiben, ist nicht mehr belastbar; in der EFT ergeben sie sich natürlich aus der Gesamtverschiebung (TPR + PER).
V. Vereinbarkeit mit der Relativität (kein Konflikt)
Lokale Invarianten gelten; Domain-Vergleiche dürfen variieren:
- Lokal bleiben Lichtgeschwindigkeit und Atomuhren stabil.
- Inter-domain manifestiert sich die Endpunkt-Spannungsdifferenz als TPR (Quellenprägung); die Pfad-Evolution erscheint als PER (Mikro-Tuning).
- Wir ändern keine dimensionslosen Konstanten, erlauben keine Überlichtgeschwindigkeit und berufen uns nicht auf absorptive/streuende „Mikro-Prozesse“.
VI. Verhältnis zur Expansions-Erzählung (warum Rotverschiebung kein Alleinbeweis ist)
Der Schlüssel ist Ersetzbarkeit. Klassisch galten Supernova-Stretch, Tolman-Gesetz und Achromasie als starke Belege für Expansions-Rotverschiebung. In der EFT folgen diese Signaturen — bei kollisionsfreier, farbneutraler Ausbreitung — aus TPR, PER oder ihrer Summe. Rotverschiebung allein kann globale Expansion daher nicht eindeutig beweisen; die „Expansions“-Lesart verlangt gemeinsame, trennscharfe Tests.
„Rotverschiebungs-Historie = Tempo-Historie“:
- Bedeutung: Vergleichen wir Licht verschiedener Epochen bei gleichem Beobachter-Tempo, spiegelt die scheinbare Entwicklung der Rotverschiebung, wie die globale Spannung — von der Dichte des Energie-Meeres geprägt — zeitlich variierte: eine Tempo-Geschichte.
- Rollenverteilung: TPR setzt die Basis über das Quell/Beobachter-Verhältnis; PER liefert achromatische Mikro-Feinabstimmung, wenn Strukturen evolvieren.
- Beobachtungsbild: Zeitdehnung, Tolman-Abdunkelung und Formtreue der Spektren sind das direkte Erscheinungsbild einer einheitlichen Tempo-Reskalierung (plus möglicher langsamer Pfad-Feinabstimmung), ohne eindeutige Bindung an metrische Expansion.
Trennkriterien gegenüber der „rein expansiven“ Version (falsifizierbare Tests):
- Rotverschiebungs-Drift (Langzeitmessungen am selben Objekt):
- Expansion: spezifische Kurve mit Vorzeichenwechseln/Kehrpunkten vs. z.
- TPR: monotone Erwartung, getrieben von der lokalen Tempo-Änderungsrate.
Langzeitdaten können unterscheiden.
- Minimum des Winkeldurchmessers vs. z:
- Expansion: Minimum bei bestimmtem z.
- TPR: Minimum durch die Tempo-Historie gesetzt, potenziell verschoben.
- Standard-Sirenen (Gravitationswellen) + absolute Frequenznormale:
Lässt sich das Quell- und Beobachter-Tempo separat kalibrieren, wird das Tempoverhältnis direkt messbar; systematische Abweichungen von „Expansions-Distanzen“ sprechen für TPR. - Breitband-Achromasie:
Starke frequenzabhängige Streckungen oder „Streu-Schweife“ widersprechen TPR + kollisionsfreier Ausbreitung; strikte, persistente Achromasie stützt die Tempo-Historie.
VII. PER in Daten erkennen (Unterscheidungsmerkmale)
- Richtungs/Umwelt-Fingerprints: Rotverschiebungs-Residuen, schwache Linsen-Konvergenz und Struktorkarten stapeln; gemeinsame Vorzugsrichtungen oder Umwelt-Trends deuten auf langsam evolvierende Abschnitte der Sichtlinien.
- Mehrbild-Entkopplung: Bei starken Linsen variieren Vergrößerungen, doch der Stretch-Faktor derselben Quelle soll übereinstimmen (Entkopplung Verstärkung/Dehnung).
- Farb-Unabhängigkeit: Nach Korrektur für Staub/Plasma-Dispersion sollte der Stretch-Faktor nahezu farbunabhängig sein; starke Abhängigkeit weist auf ein gefärbtes Medium statt auf PER/TPR.
VIII. Zusammenfassend
- Kurz: In der EFT legt die Rotverschiebung durch Spannungspotenzial die Basis, und die Rotverschiebung durch Pfadentwicklung fügt achromatische Mikro-Feinabstimmung hinzu, wenn Strukturen evolvieren; beides zusammen erklärt die drei klassischen Säulen, ohne globale Expansion als einzige Antwort zu setzen.
- Anwendbarkeit (Leser-Version): kein Re-Processing durch Absorption/Streuung; unterschiedliche Wellenlängen folgen derselben optischen Geometrie; ohne Pfad-Evolution bleibt nur geometrische Laufzeit — kein zusätzlicher Netto-Shift.
- Erweiterung: Zu nicht-expansiven Ursprüngen des Himmels-Hintergrunds passend zu diesem Kapitel siehe §1.12.
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Namensnennung (empfohlen): Autor: 屠广林|Werk: „Energie-Filament-Theorie“|Quelle: energyfilament.org|Lizenz: CC BY 4.0
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Versionsinfo: Erstveröffentlichung: 2025-11-11 | Aktuelle Version: v6.0+5.05