StartseiteEnergie-Filament-Theorie (V6.0)

I. Was Licht ist: eine Aktion, die im Vakuum weitergereicht wird
Viele bleiben beim Thema „Licht“ nicht wegen schwieriger Formeln hängen, sondern wegen eines stillen Standardbildes: Das Vakuum wirkt wie leeres Papier, und Licht wie kleine Kugeln, die darüber fliegen. Eine einzige Nachfrage lockert dieses Bild: Worauf „tritt“ Licht eigentlich? Ein Stein braucht Boden, Schall braucht Luft. Warum kann Licht die Dunkelheit zwischen Galaxien überbrücken?

In der Energie-Filament-Theorie (EFT) wird dafür keine neue „Geisterteilchen“-Sorte erfunden. Stattdessen wird eine Voraussetzung korrigiert: Das Vakuum ist nicht leer, sondern ein kontinuierliches Energie-Meer. Es ist überall, in den Zwischenräumen des Alls ebenso wie in Körpern und Messgeräten. Dass man es nicht spürt, passt ins Bild: Man selbst ist eine Struktur, die aus diesem Meer hervorgegangen ist, indem es sich rollte, schloss und verriegelte.

Damit lässt sich eine Definition in einem Satz formulieren: Licht fliegt nicht, es wird eine Aktion weitergereicht. Das anschaulichste Beispiel ist die Stadionwelle: Jede Person steht nur auf und setzt sich wieder hin, und doch läuft die „Wellenwand“ scheinbar einmal herum. Genauso „zuckt“ an einer Stelle des Energie-Meers ein bestimmter Takt, wird an die Nachbarschaft weitergegeben und setzt sich Schritt für Schritt fort. Ein zweites, haptisches Bild ist die Peitsche: Nach einem Schlag läuft eine Formänderung nach vorn, nicht ein Stück Material.


II. Warum man Licht als Wellenpaket verstehen muss: Reale Emission hat Kopf und Ende
Lehrbücher zeichnen gern unendlich lange Sinuswellen, weil sich damit bequem rechnen lässt. In der Wirklichkeit ist „Licht aussenden“ fast immer ein Ereignis: ein Übergang, ein Aufflackern, eine Streuung oder ein kurzer Puls. Ereignisse haben einen Anfang und ein Ende.

Darum ist das Wellenpaket näher an der Mechanik als die „unendliche Welle“. Ein Wellenpaket ist eine endliche Portion Veränderung, mit Kopf und Schwanz. Man kann es wie ein Paketdienst denken: Im Paket steckt Energie und Information, und erst die Kanten erlauben die Frage „Wann kommt es an, wann ist es vorbei?“.

Dieser Wechsel bringt einen entscheidenden Unterschied: Ausbreitung wird verfolgbar. Plötzlich werden Ankunftszeiten, Puls-Verbreiterung, Formtreue und eine echte Schwelle wichtig: Kommt das Paket weit, oder bricht es schon nahe der Quelle auseinander?


III. Das Lichtfilament: das Phasen-Gerüst des Wellenpakets und der Maßstab für Reichweite und Treue
Ein Wellenpaket ist keine formlose „Energiewolke“. Im Energie-Meer entscheidet eine innere, „härtere“ Organisation darüber, ob das Paket weit kommt und erkennbar bleibt: ein Phasen-Gerüst. Es ähnelt einer Marschformation, die sich stabil kopieren lässt, oder der „Hauptlinie“ einer Peitschenform, die zuerst und am zuverlässigsten weiterläuft.

Dieses Phasen-Gerüst als Lichtfilament zu bezeichnen, ist als Intuition sehr hilfreich. Ein Lichtfilament ist kein materieller Faden, sondern der stabilste Teil des Wellenpakets, der sich am besten per Weitergabe vervielfältigen lässt. Daraus folgen drei direkte Punkte:

Für „Licht, das weit kommt“ lässt sich eine bewusst technische Schwellenformel verdichten:

  1. Das Bündel muss zusammenhalten: Das Phasen-Gerüst darf nicht kollabieren.
  2. Der Takt muss passen: Er muss in einem Fenster liegen, das die Umgebung fortpflanzen lässt.
  3. Der Weg muss stimmen: Entweder ist das Energie-Meer außen glatt genug, oder es gibt einen nutzbaren Korridor bzw. Wellenleiter, sonst dominiert schnelle Dissipation.

Das ist nicht geheimnisvoll. Jedes Signal, das weit laufen soll, braucht Formation, Band und begehbaren Weg.


IV. Das gedrehte Lichtfilament: eine Spiralstruktur formt zuerst und „schiebt“ dann nach außen
An dieser Stelle kommt der wichtigste Merkhaken der ganzen Sektion: Eine leuchtende Struktur wirkt wie eine Düse oder ein Extruder mit Spiralprofil. Erst wird das „Zopf“-Muster vorgeformt, dann wird es nach außen weitergereicht.

Man kann an ein Zopfgebäck denken: Der Teig ist ein durchgängiges Material. Presst man ihn jedoch durch eine Düse mit Spiralrillen, kommt keine „Teigmasse“ heraus, sondern eine gedrehte Form mit klarer Richtung und Struktur. Stabil wird das nicht durch ein verborgenes Teil im Teig, sondern durch die Vororganisation in der Düse.

Im Energie-Meer ähnelt Emission genau diesem Ablauf:

In einer Struktur-Sprache lassen sich zwei gekoppelte Anteile unterscheiden:

Darum ist „links“ oder „rechts“ hier kein Dekor. Der Drehsinn ist eher ein Fingerabdruck: Bei bestimmten Nahfeld-Strukturen kann er entscheiden, ob es „einrastet“ oder ohne passenden Zahnkranz vorbeigleitet. Kurz gesagt: Das Lichtfilament ist das Gerüst, und die Drehung ist die vom Spiralprofil geprägte Art, dieses Gerüst nach außen zu treiben.


V. Farbe und Energie: Farbe als Takt-Signatur, Helligkeit mit zwei Reglern
In dieser Sicht ist Farbe keine Oberflächenfarbe wie Lack. Sie wird sauberer definiert: Farbe ist eine Takt-Signatur. Je schneller der Takt, desto eher wirkt sie „blauer“, je langsamer, desto eher „röter“. Das ist keine Konvention, denn die innere Organisation des Wellenpakets stützt sich gerade auf diesen Takt, um das Phasen-Gerüst zu halten.

Im Alltag klingt „hell“ wie ein einziger Regler. In der Sprache der Wellenpakete gibt es jedoch mindestens zwei unabhängige Stellschrauben:

  1. Wie viel ein einzelnes Wellenpaket trägt
  1. Wie viele Wellenpakete pro Zeiteinheit ankommen

Ein Musikvergleich hilft sofort: Man kann jeden Trommelschlag stärker setzen, oder man kann die Schläge dichter setzen. Beides fühlt sich „lauter“ an, aber die Mechanik ist verschieden. Genau diese Trennung wird später wichtig, wenn es um „Dunklerwerden“ geht: Es kann an weniger Paketen liegen, an geringerer Energie pro Paket oder an beidem zugleich.


VI. Polarisation: Das Lichtfilament schwingt nicht nur, es „dreht“ auch
Polarisation wird oft als Pfeil gezeichnet und dann als „Kraft in eine Richtung“ missverstanden. Ein besseres Bild ist ein Seil: Schüttelt man es nur auf und ab, schwingt die Welle in einer Ebene. Dreht man die Schüttelrichtung, beginnt die Schwingung um die Ausbreitungsrichtung zu rotieren.

In der Energie-Filament-Theorie entspricht Polarisation daher zwei Entscheidungen:

  1. Wie es schwingt
  1. Wie es gedreht ist

Warum ist das so wichtig? Weil es entscheidet, ob Licht und Materialstruktur „Zahn auf Zahn“ treffen. Viele Materialien und Nahfeld-Strukturen reagieren nur auf bestimmte Schwingungsrichtungen. Polarisation wirkt dann wie ein Schlüssel: Passen die Zähne, ist die Kopplung stark. Passen sie nicht, bleibt selbst helles Licht wie Klopfen durch Glas.

So verlieren scheinbar „hochkomplizierte“ Effekte ihren Nebel: Polarisations-Selektion, optische Aktivität, Doppelbrechung und chirale Kopplung sind im Kern dieselbe Sache. Das Lichtfilament trägt eine strukturelle Signatur aus Schwingung und Drehsinn, und das Material hat passende oder unpassende „Eingänge“.


VII. Das Photon: Diskretheit ist kein Zauber, die Schnittstelle nimmt nur ganze Münzen
Wellenpakete zu verwenden, leugnet den diskreten Austausch nicht. Das Photon lässt sich als die kleinste austauschbare Einheit eines Wellenpakets verstehen, wenn Licht mit einer verriegelten Struktur Energie tauscht. Diskretheit entsteht nicht, weil das Universum „Zahlen liebt“, sondern weil verriegelte Strukturen erlaubte Modi in Stufen besitzen. Nur bestimmte Kombinationen aus Takt und Phase sind stabil absorbierbar oder stabil emittierbar.

Eine gut merkbare Analogie ist der Warenautomat: Er „hasst“ Kleingeld nicht, aber er erkennt nur bestimmte Münzgrößen. Die Schnittstelle akzeptiert also ganze Münzen.

Energie kann als Variation durchaus kontinuierlich existieren. Sobald sie jedoch in ein „Schloss“ hinein soll, wird in Stufen abgerechnet. Damit passen beide Intuitionen in ein Bild: Wellenpaket erklärt den Weg, Photon erklärt den Handel. Das eine ist Transport, das andere ist Abschluss.


VIII. Wenn Licht auf Materie trifft: schlucken, ausspucken, durchlassen; Licht wird nicht müde, die Identität altert
Trifft ein Lichtstrahl auf ein Objekt, gibt es in der Energie-Filament-Theorie immer nur drei Wege: schlucken, ausspucken oder durchlassen.

  1. Schlucken
  1. Ausspucken
  1. Durchlassen

Durchlass, Reflexion und Absorption wirken wie drei Regelwerke, sind aber drei Ausgänge desselben Anpassungsproblems: Passt der Takt, passen die Polarisation-Zähne, lassen die Randbedingungen den Durchgang zu?

Hier ist ein Schlüsselbegriff nötig, der später oft wiederkehrt: Identitäts-Umschreibung. Streuung, Absorption und Dekohärenz müssen energetisch nicht „viel verlieren“, verändern aber Information und Wiedererkennbarkeit:

  1. Streuung schreibt Richtung um, zerlegt das Paket in viele kleinere Pakete und verwirrt Phasenbeziehungen.
  2. Absorption integriert das Paket, führt Energie in interne Zyklen oder in thermische Fluktuationen und kann später mit neuem Takt und neuer Polarisation wieder emittieren.
  3. Dekohärenz heißt nicht „keine Welle mehr“, sondern „die ordentliche Formation ist zerfallen“, und Überlagerung ist nicht mehr stabil nachverfolgbar.

Ein Bild dafür ist eine geordnete Kolonne im Gedränge: Menschen gehen weiter, Energie ist da, doch Formation, Takt und Richtung können auseinanderbrechen. Deshalb sollte man sich diesen Satz festhalten: Licht wird nicht müde, die Identität altert. Viele Fälle von „Signal weg“, „Rauschboden hoch“ oder „es wirkt dunkler, obwohl nicht alles an Energie fehlt“ lassen sich zuerst über Identitäts-Umschreibung bündeln.


IX. Interferenz und Beugung: Rhythmen addieren sich, Grenzflächen schreiben Wege um
Warum zerbrechen zwei Lichtbündel, die aufeinander treffen, nicht wie zwei Autos? Weil Licht eine Aktion ist, kein Gegenstand. Man kann sich einen Platz vorstellen, auf dem zwei Gruppen im Stehen klatschen: Die eine hält einen schnellen Takt, die andere einen langsamen. Dieselbe Luft trägt beides zugleich, und man hört Überlagerung statt Zusammenstoß.

Im Energie-Meer ist es genauso: Treffen zwei Lichtbündel aufeinander, „führt“ das Medium zwei Zitter-Anweisungen gleichzeitig aus. Danach läuft jeder Takt weiter in seine Richtung. Als sprechfertiger Merksatz: Licht ist Rhythmus, nicht Ding; Rhythmen überlagern sich, Dinge kollidieren.

Interferenz hängt damit an Phasen-Kohärenz: Je ordentlicher die Formation, desto stabiler wird Überlagerung zu Verstärkung oder Auslöschung. Wenn die Phase zerfasert, bleibt nur eine gemittelte Summe, die wie Rauschen wirkt. Beugung ist eher „Wege-Umschreibung an der Grenze“: Trifft ein Wellenpaket auf eine Öffnung, eine Kante oder einen Defekt, muss die Vortriebsachse sich weiten, ausweichen und neu organisieren. Ein schmales Lichtfilament entfaltet dahinter eine neue Verteilung.

Das passt direkt zur Grenzflächen-Materialkunde aus Abschnitt 1.9: Eine Grenze ist keine reine Geometrie-Linie, sondern eine „Haut“ des Mediums, die das Weiterreichen umschreibt.


X. Zusammenfassung: Licht als kompakte, direkt zitierbare Lesart


XI. Was die nächste Sektion leisten soll
Die nächste Sektion führt zwei Linien zusammen: Auf der einen Seite steht „Licht ist ein nicht verriegeltes Wellenpaket“, auf der anderen „Teilchen sind verriegelte Strukturen“. Zusammen ergibt das eine klarere Gesamtkarte: Licht und Teilchen haben dieselbe Wurzel, und auch ihr Wellencharakter hat denselben Ursprung. Was als Welle-Teilchen-Dualität wirkt, liest sich dann eher als zwei Perspektiven auf dasselbe: Unterwegs gilt die Wellenlogik, beim „Abschluss“ wird über Schwellen abgerechnet.


1.14 Licht und Teilchen haben dieselbe Wurzel, Wellen denselben Ursprung


I. Zwei Sätze als Fundament: gleiche Wurzel, zwei Zustände; gleicher Ursprung, eine Karte
Die Energie-Filament-Theorie (EFT) setzt „Licht“ und „Teilchen“ wieder auf dieselbe Grundplatte: Beide sind keine punktförmigen Entitäten, die aus dem Nichts auftauchen, sondern Relais-Strukturen im Energie-Meer. Der Unterschied liegt nicht im Material, sondern in der Organisation: Licht ist eher ein geöffnetes Relais, das Veränderung nach außen laufen lässt; ein Teilchen ist eher ein Relais, das zu einem geschlossenen Kreislauf gewickelt wird, damit Veränderung sich lokal selbst trägt.

Der Satz, den man in diesem Abschnitt vorab festnageln muss, lautet: Wellenhaftigkeit kommt von einem Dritten – von der Umgebungs-Seekarte, die durch Kanäle und Grenzen „geschrieben“ wird –, nicht davon, dass die Ontologie des Objekts plötzlich zu einer Welle auseinanderläuft. Sobald dieser Satz steht, entwirren sich die dauerhaft verknoteten Begriffe „Doppelspalt“, „Messung“, „Quantenradierer“ und „Korrelation“ fast von selbst: Sie werden erklärbar, nacherzählbar und praktisch handhabbar.


II. Licht und Teilchen: offenes Relais und Relais im geschlossenen Kreislauf
Licht kann man als endliches Wellenpaket im offenen Relais verstehen: mit Anfang und Ende, das sich durch punktweise Übergabe im Energie-Meer nach außen fortpflanzt. Ein Teilchen kann man als verriegelte Struktur eines Relais im geschlossenen Kreislauf verstehen: Der Faden rollt sich auf und schließt sich zum Ring (oder zu einer komplexeren geschlossenen Topologie); im Ring läuft ein Umlauftakt, und die Struktur wird langfristig durch die Selbstkonsistenz des Kreislaufs getragen.

Stellt man beides in dieselbe Skizze, ergibt sich eine sehr handliche Einheitsformel:

Dazwischen liegt eine große Zone von „Zwischenzuständen“: halb eingefrorene, kurzlebige Strukturen – Verallgemeinerte instabile Teilchen (GUP). Sie können sich über kurze Strecken ausbreiten oder sich kurzzeitig selbst tragen; sie sind das Hauptmaterial vieler statistischer Erscheinungsbilder und vieler Strukturbildungen. Mit anderen Worten: Die Welt ist keine binäre „Licht/Teilchen“-Gegenüberstellung, sondern ein Kontinuum vom Offenen bis zum geschlossenen Kreislauf.


III. Zentrale Korrektur: Die Ontologie läuft nicht als Welle auseinander – „Welle“ ist die Erscheinungsform der Umgebungs-Seekarte
In dieser Lesart ist „Welle“ kein Ding, das den Raum ausfüllt, sondern die wellige Erscheinung der Spannungs-Topografie und der Orientierungstextur des Energie-Meers.

Wenn ein Objekt im Energie-Meer unterwegs ist oder wenn die Grenzen eines Aufbaus (Blende, Spalt, Linse, Strahlteiler) den Kanal in mehrere Wege schneiden, wird das Energie-Meer gezwungen, eine kohärente Reliefkarte auszubilden:

Damit bekommt „Wellenhaftigkeit“ hier eine sehr konkrete Bedeutung: Nicht das Objekt wird zur Welle; Objekt und Aufbau schreiben die Umgebung zu einer welligen Karte mit Rücken und Tälern. Das Objekt wird auf dieser Karte abgerechnet und auf ihr navigiert.


IV. Doppelspalt neu gelesen: Streifen sind keine Objektspaltung, sondern probabilistische Navigation aus der Überlagerung der Seekarte
Das vertraute Bild des Doppelspalts lautet: Jeder einzelne Treffer ist ein Punkt; sammeln sich genügend Punkte, „wächst“ daraus von selbst ein Muster aus hellen und dunklen Streifen; ist nur ein Spalt offen, bleibt lediglich eine verbreiterte Hüllkurve – ohne Streifen.

In der Energie-Filament-Theorie ist der Kern nicht „das Objekt geht gleichzeitig zwei Wege“, sondern „zwei Wege schreiben gleichzeitig die Seekarte“. Blende und Spalt teilen die Umgebung vor dem Schirm in zwei Sätze von Kanalbedingungen; diese beiden Sätze überlagern sich im Energie-Meer zu derselben welligen Karte:

Hier gehört ein Merksatz ins Gedächtnis: Bewegung erzeugt Reliefwellen, und Reliefwellen lenken die Wahrscheinlichkeit. Jeder einzelne Photon-, Elektron- oder Atomtreffer geht weiterhin nur durch einen Spalt; der Unterschied ist lediglich „durch welchen Spalt“ und „auf welchen Punkt“ – und genau das wird probabilistisch durch diese Karte navigiert.

Eine alltagstaugliche Analogie ist stabil: Zwei Schleusen teilen dieselbe Wasserfläche in zwei Ströme; hinter den Schleusen überlagern sich die Wellen zu Streifen aus Rücken und Tälern. Ein kleines Boot fährt pro Versuch nur einen Kanal, wird aber eher durch „günstige Strömungsrinnen“ in bestimmte Bereiche getragen; die Streifen sind die statistische Projektion dieser „Wellenkarte“ am Ziel.


V. Warum ein einzelner Treffer immer ein Punkt ist: Schwellen-Schließung übernimmt die „Teilchen-Buchführung“
Die Streifen kommen aus der Seekarte, aber dass „jeder einzelne Versuch ein Punkt ist“, kommt von der Schwelle.

Auf der Senderseite wird Energie nicht beliebig verstreut: Erst wenn eine „Klumpungs-Schwelle“ überschritten wird, wird ein selbstkonsistentes Wellenpaket freigesetzt. Auf der Empfängerseite wird nicht kontinuierlich „gemalt“: Erst wenn lokale Spannung und Kopplungsbedingungen die Schließungs-Schwelle erfüllen, wird in einem Zug eine Einheit ausgelesen – und ein Punkt bleibt zurück.

Darum widerlegt der punktförmige Einzeltreffer die Wellenhaftigkeit nicht. Er sagt nur: Die Seekarte weist den Weg, die Schwelle verbucht. Beides greift nacheinander ineinander, nicht gegeneinander.


VI. Warum die Streifen verschwinden, sobald man „den Weg misst“: Pfähle setzen schreibt die Seekarte um, feine Textur wird grob
Wer wissen will, „durch welchen Spalt“, muss am Spalt oder entlang des Weges unterscheiden: markieren, sondieren, unterschiedliche Polarisationsfilter setzen oder Phasen-Tags vergeben. Egal welche Methode – im Kern ist es dasselbe wie „Pfähle ins Relief einschlagen“.

Sobald der Pfahl sitzt, ist das Relief verändert: Die feine Textur, die sich zwischen zwei Kanälen kohärent überlagern konnte, wird zerstreut oder grob; der kohärente Beitrag wird abgeschnitten; die Streifen verschwinden, und übrig bleibt die zweigipflige Optik von „Intensitäten zweier Kanäle addiert“. Der Satz, der hier sitzen muss, lautet: Um den Weg zu lesen, muss man den Weg ändern. Das ist nicht „ein Blick erschreckt das Objekt“, sondern: „Um Weg-Information zu bekommen, muss man einen strukturellen Unterschied einführen, der die Kanäle unterscheidbar macht; dieser Unterschied schreibt die Seekarte um.“

Damit wird auch die intuitive Stelle des „Quantenradierers“ klar: Gruppiert man nach Bedingungen und zieht die Teilstichproben heraus, die derselben Regel feiner Textur folgen, tauchen die Streifen innerhalb der Gruppen wieder auf; mischt man unterschiedliche Regeln, löschen sich die Streifen gegenseitig aus. Es schreibt die Geschichte nicht um – es ändert die statistische Zählweise.


VII. Unterschied zwischen Licht und Materieteilchen: anderes Kopplungszentrum, gleiche Ursache der Wellenhaftigkeit
Ersetzt man Photonen durch Elektronen, Atome oder sogar Moleküle, können in einem sauberen, stabilen Aufbau weiterhin Streifen entstehen, weil die Ursache der Wellenhaftigkeit dieselbe bleibt: In der Ausbreitung wird das Energie-Meer mitgezogen, und das Relief wird „wellig“.

Der Unterschied liegt nur im Kopplungszentrum und in den Kanalgewichten: Ladung, Spin, Masse, Polarisierbarkeit und innere Struktur ändern, wie ein Objekt dieselbe Seekarte abtastet und wie stark welche Aspekte gewichtet werden – das beeinflusst Hüllkurvenbreite, Streifenkontrast, Dekohärenzgeschwindigkeit und Texturdetails. Aber all das erzeugt nicht die gemeinsame Ursache der Wellenhaftigkeit.

Genau hier dockt die spätere Vereinheitlichung direkt an: Elektromagnetismus und Wirbeltextur verändern, wie man sich in die Seekarte einklinkt; die Spannungs-Steigung bestimmt die „Grundfarbe“ des Reliefs; und das Taktspektrum entscheidet, ob man „im Takt“ sein kann.


VIII. Wellen-Teilchen-Dualität in einem Satz neu geschrieben: Seekarte weist den Weg, Schwelle verbucht
In der Energie-Filament-Theorie sind „Welle/Teilchen“ nicht länger zwei Ontologien, sondern zwei Gesichter desselben Prozesses an unterschiedlichen Stellen:

Ein Satz als Schluss: Seekarte weist den Weg, Schwelle verbucht.


IX. Diese Lesart vermeidet Fernbotschaften ganz von selbst: Korrelation kommt aus gemeinsamen Ursprungsregeln, nicht aus Fernkommunikation
Das Aktualisieren und Umschreiben der Seekarte ist durch lokale Ausbreitungsgrenzen beschränkt; Pfähle irgendwo zu setzen, verändert nur die lokale Seekarte und die lokalen Schließungsbedingungen.

Dass eine ferne Einstellung in Paarstatistiken sichtbar wird, liegt daran, dass das Quellereignis einen gemeinsamen Satz von „Wellen-Erzeugungsregeln“ festlegt; beide Seiten projizieren und schließen lokal nach genau diesen Regeln. Die Randverteilung einer einzelnen Seite bleibt stets zufällig – damit lässt sich keine Botschaft übertragen.

Darum muss man keine Fernwirkung einführen und opfert keine Kausalität.


X. Zusammenfassung dieses Abschnitts


XI. Was die nächste Sektion leisten wird
Die nächste Sektion geht in die Hauptachse kosmologischer Beobachtung: den Rotverschiebungsmechanismus. Sie wird mit dem Endpunkt-Taktverhältnis (TPR) und der Feinkorrektur der Pfadentwicklung (PER) eine einheitliche Lesart geben und die Grenze festnageln: „Rot = straffer, nicht zwingend früher.“


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Namensnennung (empfohlen): Autor: 屠广林|Werk: „Energie-Filament-Theorie“|Quelle: energyfilament.org|Lizenz: CC BY 4.0
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Versionsinfo: Erstveröffentlichung: 2025-11-11 | Aktuelle Version: v6.0+5.05